Kleinhüningeranlage 82–90 in Basel


35 x 3-Zimmer-Wohnungen
5 x 2-Zimmer-Wohnungen

Lage
Die 5 Häuser der ehemaligen Wohngenossenschaft Kleinhüningen liegen rechter Hand an der Kleinhüningeranlage in einer leichten Kurve hinter der prächtigen doppelreihigen Baumallee bei der Haltestelle Kleinhüningeranlage des 8er-Trams. Hinter den Häusern hat es eine über 1'000 m2 grosse gepflegte Rasenfläche, welche Distanz zu den benachbarten Einfamilienhäusern am Schäferweg schafft. In den letzten 75 Jahren hat sich Kleinhüningen von der Bevölkerungsstruktur her verändert. Wegen den Rheinhäfen wohnten dort schon früher Migranten, vorwiegend Italiener, mit den Schweizern zusammen. Der Anteil und die Vielfalt der Kulturen hat zugenommen. Kleinhüningen wird von den dort Lebenden immer noch als Dorf wahrgenommen, wie es früher einmal war.

Geschichte
Gegründet wurde die Wohngenossenschaft Kleinhüningen direkt nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 als in Basel grosse Wohnungsnot herrschte. Mit der Gründung erfolgte der Landkauf an der Kleinhüningeranlage. Die Gründer machten vorwärts. So konnten bereits zwei Jahre später die für damalige Verhältnisse grossen Familienwohnungen mit drei Zimmern bezogen werden. Der Mietzins betrug damals 115 Franken. Heute staunt man über diese Mieten. Im Verhältnis zu den damaligen Monatslöhnen betrug die Miete über 30% vom Einkommen. Weil der Kanton damals Bausubventionen gewährte, wurde die Vermietung an Kriterien geknüpft wie Familien mit Kindern oder Einkommenslimiten. Diese Randbedingungen fielen 1965 weg. Fortan war die WG frei in der Vermietung. Durch die demographische Entwicklung und dem Trend zu mehr Wohnfläche pro Mieter*in wohnen in der WG heute vorwiegend Paare, Alleinerziehende oder Einzelpersonen.

Wohnungsmix
In der Nachkriegszeit wurden bei den Wohngenossenschaften überdurchschnittlich viele 3-Zimmer Wohnungen mit der Grösse von ca. 65-70 m2 gebaut. Diese Wohnungen haben gute Grundrisse, was ein nutzungsneutrales Wohnen ermöglicht. Wie alle Genossenschaftssiedlungen aus dieser Zeitepoche sind die Häuser viergeschossig und ohne Lift.
Dank dem eigenen Boden und dem bald 75-jährigen Besitz der Häuser konnten die Hypotheken amortisiert werden. Der laufende Unterhalt und auch grössere Investitionen waren sogar möglich ohne Erhöhung der Hypotheken. Daher sind die Mieten heute günstig.

Zeitgemässer Unterhalt – wertvermehrende Investitionen
Der langjährige Vorstand war sich seiner Verantwortung bewusst. So wurde laufend in den Unterhalt der Häuser investiert. Wie die Auflistung zeigt wurden mehrere grössere und wertvermehrende Investitionen vorgenommen wie die Erneuerung der Bäder, Fenstersanierung, der Anschluss an die Fernheizung. Die Vergrösserung der Balkone mit Rundumverglasung präsentiert sich im Sommerhalbjahr wie ein viertes Zimmer.
Sanierung Fassaden, Rollläden, Fenster und Terrassenbrüstungen 1978
Umstellung Stadtgas auf Erdgas, neue Gasherde 1984
Isolation Kellerdecken und Estrichböden 1995
Badsanierung und neue elektrische Installationen 1998
Neue Briefkästen 2006
Neue Gasherde Electrolux 2005/2006
Glasfaserkabel 2011
Neue Wohnungstüren 2013
Terrassenvergrösserung mit Verglasung 2017
Handläufe in den Treppenhäusern 2018
Neue Hauseingangstüren, Treppenhäuser neu gestrichen 2019
Nordfassade neu gestrichen, neuer Rasen 2019
Sanierung Süd- und Westfassade 2020
Sanierung Vorgartenmauern und Rasen 2020
GEWONA NORD-WEST
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