Im Kirschgarten 30 + 32, 4102 Binningen

10 x 4-Zimmer-Wohnung
10 x Autogaragen

Lage
Die beiden aneinander gebauten Liegenschaften, erstellt vom Binninger Architekten Max Schumacher, befinden sich an schöner Lage am West-Hang in der Nähe des Meiriackerschulhauses. Erschlossen ist das Gebiet mit der Buslinie 61.
Den Kirschgarten kann man heute noch nachvollziehen, hat es doch direkt neben dem Haus einige grosse Kirschbäume, die jährlich viele saftige Kirschen tragen. Ein Teil der Ernte wird verspeist, der andere Teil gibt ein fein gebranntes Kirschwasser.

Zur Geschichte: Die ersten 10 Wohnungen der ehemaligen SOWOBIN
Im Oktober 1981 gründeten Hans Ramseier und weitere SP Genossen in Binningen die SOWOBIN, was Soziales Wohnen in Binningen bedeutet. Sie wollten nicht nur theoretische Gespräche führen, sondern einen konkreten Beitrag zum genossenschaftlichen Wohnungsbau und für bezahlbare Familienwohnungen leisten. Nach einer Planungsphase und vor allem mit Suchen von geeignetem Land, fanden sie das gemeindeeigene Grundstück «Im Kirschgarten». Dieses konnten sie im Baurecht übernehmen.
Am 21. März 1988 konnten die 10 Familienwohnungen in den beiden Liegenschaften Im Kirschgarten 30+32 bezogen werden. Das Engagement und der Durchhaltewille der Gründungsmitglieder hat sich gelohnt. Entstanden sind grundsolide und schöne Häuser. Erfreulich ist auch zu sehen, dass die Liegenschaften in den letzten 30 Jahren gut unterhalten und all die notwendigen Arbeiten umgehend an die Hand genommen wurden. Ein Dank an all die Verantwortlichen, welche gut kalkuliert und sorgsam mit der Bausubstanz umgegangen sind.

Dank Bundeshilfe war das Projekt realisierbar
Das Bauen in den Achtziger-Jahren war nicht einfacher als heute. Die Hypothekarzinsen lagen bei 5%. Dafür waren die Bodenpreise günstiger als heute. Die SOWOBIN profitierte von der Gemeinde Binningen, die Land im Baurecht zu günstigen Konditionen zur Verfügung stellte. Dafür mussten aber Rahmenbedingungen eingehalten werden wie eine Mindestwohndauer von 5 Jahren in Binningen und Einkommenslimiten, die nicht überschritten werden durften.
Das Bauen mit dem WEG (Wohnbau-Eigentums-Förderungs-Gesetz) des Bundes gab in der Startphase eine Erleichterung, indem der Anfangszins verbilligt wurde. Dieses Darlehen zur Zinsvergünstigung musste aber innert 25 Jahren zurückbezahlt werden. Dies hatte zur Folge, dass jedes Jahr die Mietzinse um 3% angehoben werden mussten. Solange die Inflation 3% pro Jahr betrug, ging die Rechnung auf. Der Mietzins blieb real zum Einkommen gleich. Doch Anfang der Neunziger-Jahre stagnierte die Inflation und brachte viele Wohngenossenschaften in Bedrängnis. Die Mieten mussten aber trotzdem erhöht werden. Das hatte zur Folge, dass in einigen Wohngenossenschaften die Mieten bald höher waren als in der Umgebung. So musste mit Leerständen und Mietzinsausfällen gekämpft werden.

Von der Marktmiete zu den zahlbaren Wohnungen
Der Anfangsmietzins Im Kirschgarten betrug im April 1988 für eine 4-Zi Wohnung mit 96 m2 Nettowohnfläche CHF 1280 inkl. Nebenkosten und Autoeinstellplatz. 2018 betrug die Miete CHF 1797.
Vergleicht man die Teuerung so lässt sich nachrechnen, dass diese in den letzten 30 Jahren 42.5% betrug. Würde man diese Teuerung auf die Anfangsmiete hinzuzählen, dann würde die Miete heute CHF 1824 betragen. In der Realität liegen aber die Mieten für vergleichbare Wohnungen auf dem freien Markt in vergleichbarer Lage über CHF 2000. Zieht man die anfangs 2019 vorgenommene Mietzinssenkung wegen dem gesunkenen Hypothekarzinsen und den Langzeitwohnbonus ab, dann liegen die Mieten mindestens 20% unter der Marktmiete.
Genossenschaftswohnungen sind anfänglich nicht billiger, denn wir müssen mit den gleichen Baukosten kalkulieren. Da Genossenschaften qualitativ besser bauen, gibt es keine Einsparungen. Dies macht sich erst längerfristig bezahlt, weil die besseren Haushaltsgeräte weniger Unterhaltskosten verursachen, weil die Genossenschaften mit der Kostenmiete kalkulieren müssen, sie keine Kapitalgeber mit Dividenden bedienen. Der «Gewinn» bleibt in der eigenen Kasse. Die so gebildeten Reserven ermöglichen Sanierungen, ohne dass die gesamten Kosten auf die Mieten überwälzt werden müssen.
Deshalb sind Rückstellungen für Renovationen unabdingbar. Werden diese nicht gebildet, überlässt man der nächsten Generation das Chaos. Diese müssen dann mit massiven Mietzinserhöhungen das Versäumte der Vorgänger berappen.
Die Gründer der SOWOBIN haben weitsichtig gehandelt und mit ihrem Mut den heutigen Mieter und Mieterinnen schöne und bezahlbare Wohnungen ermöglicht. Machen wir das Gleiche und helfen wir mit, neue Genossenschaftswohnungen unseren Kindern und Enkeln zu bauen.
Im_Kirschgarten_Fassade_mit_ErkerIm Kirschgarten ist eine gutes Beispiel postmoderner Architektur. Bunte Elemente wie die Erker werden dezent eingesetzt.Im-Kirschgarten-Blick-vom-ParkplatzBlick vom Parkplatz aus: Die Häuser sind vorbildlich ins Terrain eingebettet. Unter der Wiese im Vordergrund befindet sich eine Tiefgarage.Im_Kirschgarten_ToeffunterstandGaben der Liegenschaft Ihren Namen: die Kirschbäume. Allerdings ist deren Ernte durch die aus Asien eingeschleppte Kirschessigfliege massiv gefährdet. Neben dem Rollerunterstand gibt es auch eine Velodach.Im_Kirschgarten_KompostplatzIm Jahr 2018 wurde der Kompostplatz rundum erneuert.
GEWONA NORD-WEST
Genossenschaft für Wohnen und Arbeiten
Geschäftsstelle
Wartenbergstrasse 40
4052 Basel
T 061 515 07 15
info@gewona.ch